Besuch des ökumenisch-theologischen Arbeits-
und Freundeskreises aus dem Raum Gütersloh im Kloster St. Jakob von Sarug am 27.11.2001 |
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Schon länger haben wir den Wunsch, dieses Syrisch-Orthodoxe Kloster in Warburg zu besuchen. Wir sind ein ökumenisch-theologischer Arbeits- und Freundeskreis aus dem Raum Gütersloh und Umgebung, monatlich eingeladen durch den evangelischen Pastor Dr. Rain Albrecht. Zu uns gehören orthodoxe, römisch-katholische und evangelische Pfarrer und Religionslehrer, teils noch im Dienst, teils im Ruhestand. Unser Freund Pfarrer Süleyman Aydin aus Gütersloh hat diese Begegnung vermittelt, und so werden wir am 27. November im Kloster freundlich begrüsst: "Unser Haus ist auch Ihr Zuhause." Abt Hanna Aydin, Vetter von Sabri Aydin, nimmt sich unser an und bringt uns zunächst zur Kapelle, wo wir an der Abendandacht teilnehmen. Sie steht unter der Leitung des Erzbischofs Mor Dionysios Isa Gürbüz. Mächtig schallen die uralten Psalm-Melodien durch den Raum, gesungen von den jungen Männern, die der im Internat. Neben dem Besuch Deutscher Schüler studieren sie hier im Internat die eigene Sprache, Kultur und Glaubenstradition ihrer ursprünglichen Heimat Tur Abdin, dem "Berg der Diener Gottes". Anschliessend heisst uns auch der Erzbischof herzlich willkommen.
Abt Hanna führt uns dann durch das weiträumige Kloster, das vor einiger Zeit in Syrisch-Orthodoxe Obhut übernommen wurde. Eine notwendige gründliche Erneuerung ist Dank vieler Spenden der Gläubigen möglich geworden. Wir sehen die Bibliothek, in der das Herz des Abtes schlägt, und auch sein Dienstzimmer, das wie ein kleines Museum wirkt, denn zahlreiche Erinnerungsstücke aus dem Tur Abdin schmücken die Wände. In einem anderen aum gehen die jungen Leute auch in die große Küche hinein, deren Inneres auch von Grund auf neu gestaltet wurde. Wir werden zum Abendbrot eingeladen und erleben Tischgemeinschaft und orientalische Gastfreundschaft. Im Gespräch miteinander erfahren wir manche Einzelheiten über das Schicksal dieser Mitchristen und ihrer Kirche. Interessante Themen werden angeschnitten, aber die Zeit reicht nicht, um sie ausreichend zu besprechen. Dazu wird unser Kreis später noch Gelegenheit suchen. Nachdem wir in brüderlicher Gruppe "Familienfotos" gemacht haben, lädt uns der Erzbischof zum Gebet des Herrn ein, einerseits im Gedenken an die Terroropfer vom 11. September und ihrer Angehörigen, andererseits zur Vertiefung unserer christlichen Gemeinschaft. "Unsere Tür steht immer für Sie offen", so verabschiedet uns Erzbischof Mor Dionysios Isa Gürbüz in Herzlichkeit und überreicht jedem eine Medaille zum Gedenke an die festliche Einweihung des Klosters am 27. August 2000. Pastor Dr. Albrecht fasst unsererseits den Dank in Worte.
Für den ökumenischen Arbeitskreis
Artikel aus: Tebe D' Marhitho, offizielle Zeitschrift der Erzdiözese der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland; 4. Quartal 2001, Seite 18
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