Begegnung am 23.05.2005

 

Gäste in der Kirche

 

 

Gäste in der Kirche

 

Liebe Gäste,
besonders freue ich mich über Ihre Teilnahme an unserer täglichen, kurzen Andacht. Vielleicht haben Sie diese ungewöhnliche Sprache, nämlich die aramäische, nicht verstanden, aber ich bin mir sicher, dass Sie doch mit uns im Geiste mitgebetet haben. Auf diese Weise haben Sie auch mitgewirkt und die Begegnung zwischen uns hat schon auf einer geistlichen Ebene stattgefunden.

Seit der Einweihung dieser Kirche ist dieser Raum nicht nur für Ihre Gemeindemitglieder, sondern auch für viele Menschen Ort der Besinnung geworden. Ständig Gruppen von verschiedenen Konfessionen und Schulen besuchen uns und fühlen sie sich hier anvertraut. In unserer Kirche erleben wir das immer wieder so. In unseren Gottesdiensten, Taufen und anderen Veranstaltungen nehmen viele Gäste teil, die wir mit in diese Gemeinschaft hineinnehmen möchten. So verstehen wir unseren Beitrag zur Integration. Wir laden immer wieder gerne zu uns ein.

Solche Begegnungen wie heute tragen zu einem guten Dialog bei. Verschiedene Glaubensrichtungen, konfessionelle Unterschiede und persönliche Auffassungen treffen aufeinander. Die Begegnung trägt zum gegenseitigen Verständnis und zur gegenseitigen Achtung bei. Und damit tragen wir heute gemeinsam zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt bei.

Wir wünschen uns für die Zukunft, dass solche Dialoge als gute Tradition gepflegt werden. Wer weiß, was daraus an Gutem entstehen wird. Sicher ist, dass sich die Menschen aus ihren unterschiedlichen Kulturen und Religionen näher kommen werden.

Möge dieses Haus Gottes ein Ort werden für unsere Schwestern und Brüdern dieser Stadt und Heil schenken durch die Gebete, die von dieser Stelle hervorgehen.

Nun, liebe Gäste, möchte ich Ihnen unsere Gemeinde und ihre Arbeit kurz chronologisch vorstellen:

Ich darf allerdings schon erwähnen, dass unsere Frauengruppe für uns ein kaltes Buffet vorbereitet hat. Nach der Vorstellung werden wir uns gemeinsam nach oben in den kleinen Saal begeben. Dort lässt es sich bei aramäischen Speisen leichter reden. Das bietet uns die Gelegenheit, unsere Gedanken austauschen und uns näher kennen zu lernen.

Grußwort: Von Gemeindepfarrer Sabri (Süleyman) Aydin

Sehr geehrte Frau Unger,
sehr geehrte Vertreter der Stadt, des Rates, der Verwaltung und Vertreter der Schulen und des Schulamtes,
Verehrte Geistliche der verschiedenen christlichen Konfessionen,
liebe Gäste,
ich freue mich, Sie alle hier in der Kirche St. Stephanus im Namen meiner Gemeinde herzlich begrüßen zu können. Sie sind nun schon das zweite Mal in unserer Kirche. Der Stadt Gütersloh und dem Rat für Integration und uns als aramäischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unserer Stadt ist diese Begegnung sehr wichtig.

Begegnungen mit…, so ist diese Veranstaltungsreihe überschrieben. Und genau das möchten wir heute mit Ihnen in unserer Kirche und unserem Gemeindezentrum erleben. Herzlich Willkommen zu diesem Anlass.

An dieser Stelle erlaube ich mir als Pfarrer dieser Gemeinde zwei (eine) Personen ganz besonders zu begrüßen:

  • Den Beauftragten für die ausländischen Mitbürgerinnen und Bürger der Stadt Gütersloh, Herrn Eckard Sander und seine Ehefrau. Er ist an der Entstehung dieser Veranstaltungsreihe und damit auch an dieser Begegnung heute Abend maßgeblich beteiligt. Vielen Dank dafür.


  • Und als zweites: den islamischen Gemeindevorsteher der Moschee von Gütersloh, nämlich den lieben Hoca, Herrn Tombalak und die Vertreter des islamischen Kulturvereines. Ihnen auch ein herzliches Willkommen. Efendim Hosgeldiniz !!
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    Frauengruppe

     

    Erlauben Sie mir an dieser Stelle, die Entstehung und Entwicklung dieser Gemeinde in Fakten kurz darzustellen.

    Die ersten Aramäer syrisch-orthodoxen Glaubens aus der Türkei kamen 1972 nach Gütersloh und ich bin einer von ihnen.

  • November 1986: Gründung der Kirchengemeinde
  • Sommer 1987: Erwerb des Grundstücks
  • Februar 1988: Einweihung des ehemaliges Tanzstudios Neitzke als Gemeindehaus und Umbau der Häuser 51, 53 und 55
  • 1989 bis Dezember 1990: Umbau der ehemaligen Glasereihalle "Eugen Friedrich" zur Kirche
  • 09.12.1990: Einweihung der Kirche durch den damaligen Erzbischof Julius Jeschu Cicek aus den Niederlanden.


  • Ich möchte an dieser Stelle auch erwähnen, dass wir 2 weitere Kirchengemeinden in Gütersloh haben. Die eine ist St. Maria bei Strothmann, die ist die St. Lukas (ehemalige Evangelische Kirche).

    Unsere Kirchengemeinde ist ein Beispiel der zwei Kirchengemeinden in Gütersloh.

    Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe dass Sie sich über unsere Kirchengemeinde St. Stephanus einen Überblick verschaffen konnten.

    Ich möchte Ihnen hier in der Kirche gerne die Fragen beantworten, die sie bezüglich der Gestaltung der Kirche oder auch der orthodoxen Liturgie haben. Alle anderen Fragen können wir gleich beim gemeinsamen Essen beantworten.

     

    Essen

     

    Gemeinsames essen im Gemeindesaal

     

    Gruppenfoto (Gäste)

     

    © St. Stephanus-Kirche 2007